Was haben Dating und Schuhe kaufen gemeinsam?

Frauen lieben Schuhe und sie lieben es, Schuhe zu kaufen, so das Klischee. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich liebe es überhaupt nicht, Schuhe zu kaufen, im Gegenteil! Denn ich finde so gut wie nie, was ich suche. Das liegt vor allem daran, dass ich eine ungewöhnliche Schuhgröße habe: 36,5. Die meisten Hersteller bieten jedoch keine halben Größen. Bei Schuhen, die mit Strümpfen getragen werden, passt mir zwar oft auch die 37, doch bei Pumps, Ballerinas oder Sandaletten funktioniert das nicht: Während die Größe 37 mir vom Fuß fällt, ist die 36 ist zu klein. So kommt es, dass bestimmt 19 von 20 Besuche im Schuhgeschäft ergebnislos enden.

Dennoch finde ich immer wieder ein Paar Schuhe, das mir passt. Mein übervolles Schuhregal ist Zeuge.

Was hat das alles mit Dating zu tun, fragst du dich? Genau darum geht es in diesem Artikel. Ich ziehen gern Parallelen zwischen der Partnersuche und dem Schuhkauf, weil der Vergleich so schön anschaulich ist und ich einige grundlegende Ansätze meines Coachings so einfach erklären kann. Also fangen wir an.

Die meisten Schuhe sind nichts für dich

Wenn wir in ein Schuhgeschäft gehen, erwarten wir nicht, einen Raum voller Schuhe vorzufinden, die uns den Atem verschlagen. Wir wissen, dass die meisten Schuhe nicht das sind, was wir suchen. Und so durchstöbern wir geduldig ein Regal nach dem anderen, probieren verschiedene Modelle und Marken an, und wenn nichts dabei ist, das uns gefällt, gehen wir wieder. Wir sind nicht wütend oder traurig, denn wir wissen, dass wir an einem anderen Tag, hier oder woanders, ein schönes Paar Schuhe finden werden.

Diese Gelassenheit fehlt vielen jedoch beim Dating, dabei sind die Grundvoraussetzungen sehr ähnlich: Es gibt unzählige Männer da draußen und – genau wie bei den Schuhen – sind die allermeisten nichts für dich. Das bedeutet, egal, wo du bist, ob im Supermarkt, auf einer Party, im Sportverein oder auf einer Dating-App, die große Mehrheit der Männer, die du dort triffst, gefällt dir nicht und passt nicht zu dir. Das ist absolut vorhersehbar und geht nicht nur dir, sondern jeder einzelnen Frau so.

Dennoch höre ich oft von Klientinnen, wie wütend, enttäuscht, empört oder traurig sie darüber sind, dass ihnen auf Tinder & Co. und in ihrem persönlichen Umfeld kaum ein Mann gefällt. Hier kann ich immer nur wiederholen: Das ist absolut normal! Denk daran, wie wenige Schuhe dir im Schuhgeschäft gefallen.

Und wäre es umgekehrt nicht unglaublich anstrengend und verwirrend, wenn du jeden zweiten Mann umwerfend fändest? Wie könntest du aus so einer großen Masse an Kandidaten den passenden Parter für dich auswählen?

Bleib realistisch und optimistisch

Deshalb ist mein Rat: Geh mit derselben Einstellung ins Dating wie ins Schuhgeschäft. Bleib realistisch und sieh es als selbstverständlich, dass die allermeisten Männer dir nicht gefallen – genauso wie die meisten Schuhe nichts für dich sind.

Gleichzeitig kannst du genauso optimistisch bleiben wie beim Schuhkauf. Oder hast du jemals das Handtuch geworfen und gesagt: „Ich habe jetzt schon so viele Schuhe gesehen und nichts gefunden, also gibt es da draußen wohl keinen Schuh für mich!“ Wahrscheinlich nicht. Stattdessen gehst du davon aus, dass du einfach noch nicht im richtigen Laden warst oder vielleicht in ein paar Wochen neue Modelle erscheinen, und du schon noch den richtigen Schuh finden wirst.

Übertrage diesen Optimismus aufs Dating! Sag dir, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis du den richtigen Mann finden wirst.

Und sei froh, dass du – im Gegensatz zu Schuhen – nur einen Mann brauchst, der zu dir passt. Einen einzigen! Fokussiere dich auf diese positiven Gedanken und du wirst sehen, wie viel leichter der Dating-Prozess für dich wird.

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Als erfahrener Date Coach für Frauen helfe ich dir, alte Denk- und Verhaltensmuster abzulegen, die dich bisher blockiert haben, und mit neuem Selbstbewusstsein und einer klaren Dating-Strategie den Mann anzuziehen, der wirklich zu dir passt! Erfahre hier, wie ich dich unterstützen kann.

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Sei anspruchsvoll beim Dating!

Viele Singles kennen den Spruch: „Du bist zu anspruchsvoll!“ Meist ist es ein gut gemeinter Rat von Freunden und Verwandten, die sich Sorgen um diesen armen, einsamen Single machen und der Meinung sind, der beste Weg in eine Beziehung sei, die eigenen Ansprüche runterzuschrauben.

Doch was bedeutet das? Sollst du darauf verzichten, dass dein zukünftiger Partner intelligent, empathisch, kommunikativ, liebevoll, interessant oder humorvoll ist? Sollst du dich mit jemandem einlassen, der dich nicht anzieht, der deine Vorstellungen vom Leben und von einer Beziehung nicht teilt, oder mit jemandem, der dich nicht gut behandelt? Die Antwort lautet: NEIN!!!

Ansprüche sind wichtig

Ansprüche sind wichtig, gerade wenn es um die Partnerwahl geht! Schließlich willst du nicht mit irgendjemandem zusammen sein, sondern mit einem Menschen, der zu dir passt, der dich versteht und inspiriert und mit dem du dir ein gemeinsames Leben aufbauen kannst.

Nur wenn du dir bewusst machst, auf welche Eigenschaften es dir bei einem Partner ankommt, welche Werte er mit dir teilen sollte, welches Verhalten du dir wünschst, wirst du im Dating-Prozess auf diese Punkte achten – anstatt dich von gutem Aussehen oder einer charmanten Art blenden zu lassen.

Der Schlüssel ist der richtige Fokus

Und genau hier liegt der Schlüssel: Stelle sicher, dass die Liste der Qualitäten, die dein zukünftiger Partner mitbringen soll, sich auf Charaktereigenschaften, Einstellungen und Verhaltensweisen bezieht, nicht auf äußere Aspekte. Wenn du dich dagegen darauf konzentrierst, einen Mann zu finden, der eine bestimmte Körpergröße oder Haarfarbe hat, einen bestimmten Beruf ausübt, spezifische Hobbys mitbringt oder ein besonders hohes Einkommen erzielt, dann liegt dein Fokus auf Aspekten, die nichts mit der Qualität einer Beziehung zu tun haben. In diesem Fall wäre es gut, deine Ansprüche noch einmal zu überdenken, nicht weil sie zu hoch wären, sondern weil weder die Haarfarbe noch der Beruf noch das Einkommen eines Mannes darüber entscheiden, wie gut eure Persönlichkeiten zusammenpassen – und das macht letztlich den Beziehungserfolg aus.

Es ist richtig und wichtig, Ansprüche zu haben. Achte nur darauf, dass deine Vorstellungen sich auf das fokussieren, was wirklich zählt: den Charakter und das Verhalten eines Mannes. Wenn du die Kandidaten, die du kennenlernst, nach diesen Kriterien bewertest, bist du auf dem besten Weg, den passenden Partner für dich zu finden!

Was bringt Date-Coaching?

Eine Frage, die ich gelegentlich höre, lautet: „Was soll Date-Coaching denn bringen? Entweder man verliebt sich oder halt nicht. Und den perfekten Partner gibt es sowieso nicht.“

Diese Sichtweise ist verbreitet, hat jedoch offensichtliche Schwächen. Zunächst einmal geht sie davon aus, dass wir auf unsere Beziehungen etwa so viel Einfluss haben wie auf das Wetter – nämlich gar keinen. Sie „passieren“ uns demnach einfach. Wir verlieben uns zufällig und müssen mit dem leben, was uns vor die Füße gefallen ist.

Verliebt – na und?

Erinnere dich mal an den Mann, in den du in deinem ganzen Leben am meisten verliebt warst. War das der richtige Partner für dich? Vermutlich lautet die Antwort nein, denn wenn du diesen Artikel liest, bist du wahrscheinlich single.

Verliebtheit ist zunächst einmal nur das, ein romantisches Gefühl. Dieses Gefühl allein sagt absolut nichts darüber aus, ob zwei Menschen langfristig kompatibel sind. Die meisten Beziehungen beginnen mit Verliebtheit. Und die meisten Beziehungen enden auch wieder. Das zeigt: Es braucht mehr als Schmetterlinge im Bauch, um eine dauerhafte glückliche Beziehung zu führen.

Nicht perfekt, aber kompatibel

Darüber hinaus vermischt die Aussage, den perfekten Partner gebe es sowieso nicht, zwei völlig unterschiedliche Punkte. Es stimmt, perfekte Menschen gibt es nicht und einen perfekten Partner demnach auch nicht – wenn perfekt bedeutet, dass jemand immer genau das tut und sagt, was wir uns wünschen, wir uns nie über ihn ärgern und deshalb finden, dass er nichts, aber auch gar nichts besser machen könnte. Das wäre in der Tat eine unrealistische Erwartung, die niemand erfüllen kann, ganz abgesehen davon, dass es schrecklich langweilig wäre, so eine Beziehung zu führen. Der problematische Punkt an dieser Aussage ist deshalb ein anderer.

Hier werden nämlich alle „nicht perfekten“ Partner in einen Topf geworfen, als würde es keinen Unterschied machen, mit wem man eine Beziehung eingeht. Schließlich sei das Ergebnis in jedem Fall nicht perfekt. Das stimmt so aber nicht. In all ihrer Unvollkommenheit passen einige Menschen deutlich besser zueinander als andere.

Das gilt auch in platonischen Beziehungen: Mit manchen Menschen verstehst du dich gut, weil ihr ähnliche Interessen habt, denselben Humor teilt, euch in der gleichen Lebensphase befindet etc. Anderen gehst du lieber aus dem Weg, weil ihr kaum Gemeinsamkeiten habt, eure Lebenseinstellungen nicht zusammenpassen oder ihr regelmäßig aneinandergeratet. Das kann ein Kollege sein oder eine Chefin, ein Nachbar oder jemand aus der Verwandtschaft.

Die Qualität einer Beziehung hängt also davon ab, wie gut die jeweiligen Persönlichkeiten harmonieren – egal ob in einer Freundschaft oder in einer Liebesbeziehung. Und genau deshalb ist es wichtig, bei der Partnersuche bewusst vorzugehen, um jemanden zu finden, der zu unseren Eigenschaften und Bedürfnissen passt. Nur so kann eine glückliche und stabile Beziehung entstehen.

Die Basis muss stimmen

Das klingt einfach, doch in der Realität gehen viele Menschen Partnerschaften ein, bei denen bereits die Basis nicht stimmt. Das kann sich in häufigen Konflikten zeigen oder sogar in mehrfachen Trennungen vom selben Partner. Oder die Beziehung verkommt zu einem Nebeneinanderherleben, wo Gefühle und Gedanken nicht mehr miteinander geteilt werden – eine Art WG mit anderem Label. Schlimmstenfalls verbleiben Menschen jahrelang in solch einer Situation und rechtfertigen dies, indem sie sich und anderen sagen: „Den perfekten Partner gibt es eben nicht.“

Doch niemand muss sich mit einer unbefriedigenden Partnerschaft abfinden. Denn es gibt durchaus langjährige Beziehungen, in denen beide Partner weiterhin begeistert voneinander sind, Interesse und Respekt füreinander zeigen, sich gegenseitig zuhören und aufbauen, positive Erlebnisse miteinander teilen und sich freuen, diesen besonderen Menschen gefunden zu haben.

Was bringt Date-Coaching also?

Als Date Coach helfe ich dir dabei, Klarheit über deine Wunschbeziehung zu gewinnen und zu verstehen, was für ein Mann zu dir passt. Denn fehlende Klarheit ist ein Hauptgrund dafür, warum Menschen viel Zeit und Energie in die falschen Partner investieren.

Im Coaching decken wir negative Glaubenssätze auf, die dir bisher im Weg standen und erarbeiten neue, positive Glaubenssätze. Darüber hinaus stärken wir systematisch dein Selbstwertgefühl. Denn erst wenn du selbst glaubst, dass du das, was du dir wünschst, auch verdienst, wirst du entsprechend handeln.

Auf dieser Basis kannst du mit neuem Selbstbewusstsein und frischer Energie in den Dating-Prozess starten. Dazu gehört, dich online und offline authentisch zu präsentieren und zu dem zu stehen, was du dir wünschst. Dazu gehört auch zu lernen, nein zu sagen. Nein zu Kandidaten, die deine Werte und deine Beziehungsvision nicht teilen. Nein zu jenen, die dich nicht so behandeln, wie du behandelt werden möchtest. Und auch nein zu denen, die sich nicht festlegen wollen.

Gleichzeitig lernst du, deinen Dating-Pool zu erweitern, indem du flexibler wirst in Bezug auf Kriterien, die für eine glückliche Beziehung kaum entscheidend sind. Dazu gehören Alter, Beruf, Größe, Haarfarbe oder Fitness-Level eines potentiellen Partners.

Vor allem aber lernst du, dich beim Dating auf die Charaktereigenschaften und Werte eines Mannes zu konzentrieren. Und du lernst, deiner Intuition zu vertrauen und Warnsignale ernst zu nehmen. Als Date Coach begleite ich dich in diesem Prozess und unterstütze dich dabei, dein Verhalten mit deinen Zielen in Einklang zu bringen, um den Partner zu finden, mit dem du deine Wunschbeziehung leben kannst. Denn du verdienst es, glücklich zu sein!

Wünschst du dir, endlich bewusst und selbstsicher zu daten, um deinen Mr. Right anzuziehen? Dann buche jetzt dein 1:1-Coaching.

Warum Menschen in der falschen Beziehung bleiben

Solange wir single sind, denken wir oft, das Ziel sei, eine Beziehung zu führen. Doch nicht jede Beziehung ist besser als ein Leben als Single. Denn wirklich glücklich sind die wenigstens Partnerschaften. Der größere Teil besteht aus mittelmäßig zufriedenen bis hin zu unglücklichen Paaren. Nur warum bleiben Menschen in einer Beziehung, in der sie frustriert sind, sich unverstanden fühlen oder regelmäßig verletzt werden?

Es gibt verschiedene überwiegend im Unterbewusstsein verankerte Muster und Glaubenssätze, die dazu führen, dass Männer und Frauen sich nicht aus einer solchen Beziehung befreien. Dies sind drei der häufigsten Gründe:

3 GRÜNDE, WARUM MENSCHEN IN DER FALSCHEN BEZIEHUNG BLEIBEN:

1. DER HOFFNUNGSSCHIMMER

Hoffnung kann etwas Schönes sein. Falsche Hoffnung wirkt jedoch zerstörerisch und führt dazu, dass wir in einer Situation verharren, die uns unglücklich macht. Viele Menschen bleiben in einer Beziehung, weil sie hoffen, dass ihr Partner sich ändert und dann alles besser wird. Das kann die Hoffnung sein, dass der andere irgendwann mehr Zeit für die Partnerschaft hat, weniger streitet, mehr Verständnis zeigt, weniger Alkohol trinkt, sich mehr um die Kinder kümmert etc. Hierbei handelt es sich jedoch meist um eine unrealistische Hoffnung, denn dass ein Mensch seine grundlegenden Charaktereigenschaften oder Verhaltensweisen ändert, kommt nur äußerst selten vor – und auch nur dann, wenn er aus sich selbst heraus die Motivation dazu entwickelt. Deshalb sollte keine Beziehung auf dem Wunsch basieren, dass der Partner sich ändert.

Ein häufiges Argument in diesem Zusammenhang ist: „Aber niemand ist perfekt, und man wird an jedem Menschen etwas finden, das einen stört.“ Ja, aber: Es ist ein Unterschied, ob die Verhaltensweisen eines Partners gegen die Werte des anderen verstoßen, ihn verletzen und seine emotionale Stabilität gefährden – oder ob es sich lediglich um zwar nervige, aber grundsätzlich harmlose Eigenschaften handelt, wie etwa die Toastkrümel liegen zu lassen, beim Fußballgucken den Fernseher anzuschreien oder mit dem Hund in Babysprache zu reden.

Es geht also nicht darum, den perfekten Menschen zu finden, sondern einen, mit dem eine harmonische Beziehung möglich ist, in der beide Partner die Werte des jeweils anderen achten und auf dessen emotionale Bedürfnisse eingehen.

2. DIE ANGST, NIEMAND BESSEREN ZU FINDEN

Ein weiterer häufiger Grund, in einer unglücklichen Beziehung zu bleiben, ist die Angst, nach einer möglichen Trennung keinen besseren Partner zu finden und allein zu bleiben.

Dies kommt vor allem vor, wenn der aktuelle Partner als besonders begehrenswert gesehen wird, etwa aufgrund von äußerlicher Attraktivität, beruflichem Erfolg oder einer charismatischen Persönlichkeit. Doch diese Eigenschaften bedeuten nicht, dass jemand ein guter Partner ist – manchmal ist genau das Gegenteil der Fall.

Der Angst, niemand Besseren zu finden, liegt letztlich ein geringes Selbstbewusstsein zugrunde. Denn wer überzeugt ist, selbst viele attraktive Eigenschaften zu besitzen und somit eine große Auswahl an potentiellen Partnern zu haben, muss sich nicht mit einer frustrierenden Beziehung zufriedengeben.

Daher ist es wichtig, sich des eigenen Wertes bewusst zu sein und zu erkennen, dass es viele bessere Alternativen gibt als eine unglückliche Beziehung – nicht zuletzt ein entspanntes Leben als Single und die Freiheit, aus dieser Situation heraus einen passenderen Partner zu finden.

3. DAS HELFERSYNDROM

Es gibt Beziehungskonstellationen, in denen ein Partner eine permanente Helferrolle einnimmt und den anderen damit zu seinem Hilfsprojekt macht. Dies kann sich auf verschiedene Lebensbereiche beziehen – vom Versuch, jemandem mit psychischen Problemen oder einer Suchterkrankung zu helfen, über die „Rettung“ eines Menschen aus einer Notlage, wie Obdachlosigkeit oder Flucht, bis hin zur finanziellen Unterstützung eines mittellosen Partners.

Das bewusste Ziel des „Helfers“ ist dabei meist, den anderen aus seiner problematischen Situation zu befreien, um in einer hypothetischen Zukunft eine glückliche Beziehung zu führen (hier kommt der Hoffnungsschimmer ins Spiel). Das unterbewusste Motiv ist jedoch häufig anders gelagert: Auch das Helfersyndrom basiert vielfach auf einem geringen Selbstbewusstsein. Der „Helfer“ glaubt, nur dann geliebt zu werden, wenn er sich durch seine Unterstützung die Liebe und Loyalität des Partners erarbeitet. Zudem gibt ihm die hierdurch geschaffene Abhängigkeit ein Gefühl der Sicherheit – schließlich braucht der andere den Helfer und wird ihn daher wahrscheinlich nicht verlassen.

Doch genau da liegt der Trugschluss, denn der Helfende kann sich nie sicher sein, ob sein Partner vielleicht nur bei ihm bleibt, weil die Hilfskonstellation ihm emotionale, materielle oder finanzielle Vorteile verschafft. Zudem besteht durch das Abhängigkeitsverhältnis ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen den Partnern. Eine emotional reife Beziehung auf Augenhöhe ist somit nicht möglich.

HOFFNUNG, ANGST UND ABHÄNGIGKEIT – diese drei Motive bilden die Grundlage vieler unglücklicher Beziehungen. Enttäuschung, Schmerz und Wut sind häufig die Folgen, bevor es irgendwann zur Trennung kommt. Denn kaum eine dysfunktionale Partnerschaft wird je zu einer gesunden, glücklichen Liebesbeziehung. Stattdessen verlieren beide Partner wertvolle Zeit und Energie, die sie besser nutzen könnten, um einen Menschen zu finden, der wirklich zu ihnen passt. Und diesen Menschen gibt es!